Die Welt der Trüffel an der Algarve
Trüffel-Gruppe-Algarve
Alles begann 2017, als Dieter Honstrass, vielen bekannt als der deutsche Trüffel-Papst und Gründer der Forschungsgruppe Hypogäen [FGH], nach Leuten mit Hunden suchte, die er für die Trüffelsuche ausbilden wollte. „Ich erhielt eine Mail von Martins Kulinarium in Carvoeiro über einen Wochenend Workshop „Trüffelsuche mit Hund“ und fand es sofort sehr interessant, also meldete ich mich an“, sagte Larissa Möller,
Gründerin der Trüffel-Gruppe-Algarve.
„Für die Trüffelsuche benötigt man einen Hund, denn Trüffel [Hypogäen] sind unterirdisch wachsende Pilze, die einen intensiven Geruch verbreiten und so von den Hunden dank ihres hervorragenden Geruchssinns im Boden gefunden werden, wenn man sie trainiert“, erklärt sie. „Dafür ist keine bestimmte Hunderasse oder ein bestimmtes Alter erforderlich, es geht um eine gute Teamarbeit zwischen Mensch und Hund."
Trüffel und Bäume leben in einer Symbiose zusammen, der sogenannten Mykorrhiza. In dieser Partnerschaft geben sie sich gegenseitig wichtige Nährstoffe und Wasser. Daher ist es wichtig zu wissen, welche Trüffelarten mit welchen Baumarten zusammenleben, und ebenfalls sind für sie bestimmte Bodenverhältnisse von Nöten, in denen sie leben und wachsen können. "Wenn wir Trüffel finden, machen wir immer eine genaue Dokumentation von dem Fund."
Es werden Fotos von den frischen Trüffeln gemacht, genauso wie vom Fundort und den dazugehörigen Bäumen und Pflanzen, erläutert Larissa ihre Forschung. „Ich habe hier mittlerweile ein gut ausgestattetes Labor, denn zur genaueren Bestimmung der Funde ist eine mikroskopische Betrachtung unerlässlich. Besonders interessante Funde schicken wir zur DNA-Sequenzierung an spezielle Labore nach Spanien, um genau zu überprüfen, was wir entdeckt haben."
